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Montag, 21. November 2011

Das Schaf und die Pferde

Avis akvāsas ka

Avis, jasmin varnā na ā ast, dadarka akvams, tam, vāgham garum vaghantam, tam, bhāram magham, tam, manum āku bharantam. Avis akvabhjams ā vavakat: kard aghnutai mai vidanti manum akvams agantam. Akvāsas ā vavakant: krudhi avai, kard aghnutai vividvant-svas: manus patis varnām avisāms karnauti svabhjam gharmam vastram avibhjams ka varnā na asti. Tat kukruvants avis agram ā bhugat.

Der Sprachwissenschaftler August Schleicher schrieb diese Fabel 1868 in der rekonstruierten Ursprache Indogermanisch. Die deutsche Übersetzung lautet:

Das Schaf und die Pferde


Ein Schaf, das keine Wolle mehr hatte, sah Pferde, eines einen schweren Wagen fahrend, eines eine große Last, eines einen Menschen schnell tragend. Das Schaf sprach: Das Herz wird mir eng, wenn ich sehe, dass der Mensch die Pferde antreibt. Die Pferde sprachen: Höre Schaf, das Herz wird uns eng, weil wir gesehen haben: Der Mensch, der Herr, macht die Wolle der Schafe zu einem warmen Kleid für sich und die Schafe haben keine Wolle mehr. Als es dies gehört hatte, floh das Schaf auf das Feld.

Freitag, 11. November 2011

Von einem Vogelsteller und einer Amsel

Die XLVIII.Fabel

Ein Vogelsteller stellete Netze auf, Vögel zu fangen: Als solches eine Amsel sahe, fragte sie, was er da machte; der Vorgelsteller antwortete, er wolte eine Stadt dahin bauen; und da er alles zugerichtet, gieng er und verbarg sich: alsobald fiel die Amsel mitten in die Netze, und fieng an von dem Geetzte zu essen, indessen zog der Vogelsteller die Schnur, und fieng die Amsel, welche zu ihm sprach, da er sie heraus nehemn wolte: O Mann, wann ihr solche Städte bauen wollet, werde ihr wenig Einwohner bekommen.

Lehre
Man muß nicht allezeit der Leuthe ihren Worten trauen.

FAV. XLVIII.

D’un’Ucellatore, e d’un Merlo

Un’Ucellatore tendeva le reti per farvi dopo incappare degli ucelli. Un Merlo, chelo vidde fare il tutto, gli domandó, che cosa hai fatto lá, esso rispose, in questo luogo qui, voglio farci una bella Cittá, ed hora n’hó fatto il disegno, e ció detto andó á, nascondersi, ed il Merlo voló in mezzo le reti, e cominció a beccare dell’esca. L’Ucellatore tiró la corda, e il Merlo vi restó preso, che gli disse quando venne per pigliarlo, ó huomo, se tu vuoi fare una Cittá di quésto forte, certo che non saranno molti i Cittadini.
Senso Morale

Le cose publiche, e private si struggono, quand’il Principe esercitá crudeltá.


Autzerlesene Fabeln

Aus dem Frantzösischen in das Italienische durch den Herrn de Veneroni, Sprach-Meistern zu Paris: Und dann durch Herrn Balthas Nickisch, Sprach-Meistern zu Augspurg ins Teutsche übersetzt. Alles mit Kupffer-Stücken bey einer jeden Fabel ausgeziereet: der Sprach-liebenden und Kunstgeneigten Jugend zu nützlicher Ergötzlichkeit
Zu Augspurg bey Johann Ulrich Krauß, Burger und Kupfferstecher daselbst, 1718

Samstag, 30. April 2011

Hitopadesa

Bildquelle: Wikipedia

Trishnân chhinddhi, bhaja kshamân, tyaja madan, pâpe ratin mâ krithâh;
satyan brûhy-anuyâhi sâdhupadavîn, sevasva vidvajjanân;
mânyân mânaya, vidvisho ‘pyanunaya, prachchhâdaya svân gunân,
kîrtin pâlaya, dushkhite kuru dayâm, – etat satân lakshanan°
(Bhartrihari I. Jahrh. vor Chr.)

Still‘ den Durst, üb‘ die Geduld und lass den Hochmuth; sünd’ger Freude fröhne nicht;
Sprich die Wahrheit, geh‘ den Pfad des Rechts und an die Wissenschaft gewöhne Dich;
Wer’s verdient, den ehre, liebe selbst den Feind und schätz‘ gering die eigne Kraft!
Guten Namen schütze, Kummer bringe Lindrung: Das ist’s, was der Edle schafft!
(Übers. August Boltz)

Wie die gesammte indo-europäische Sprachenfamilie auf eine gemeinsame Ursprache zurückweist, so deuten auch die ersten Spuren der Fabeln und Märchen auf den Orient zurück.
Die älteste Sammlung solcher Fabeln und Märchen, die einen sehr bedeutenden Einfluss auf die ganze Literatur des Morgenlandes und somit auch auf die unseres Mittelalters ausgeübt hat, ist die unter dem Namen Bidpay oder Pilbay seit mehr als 2000 Jahren im ganzen Orient bekannt gewordene …
Als die letzte Quelle dieser Fabeln und Erzählungen hat sich … das Panchatantra herausgestellt, dessen ursprünglicher Text zwar gewaltige Veränderungen und Zusätze erlitten hat und nicht mehr sicher herzustellen ist, dessen Existenz aber für das 6. Jahrh. v. Chr. gesichert ist, wo es auf Befehl des Nushirvan, des berühmten Sasaniden, in in das Pehlvi übersetzt ward … Der Name Bidpay oder Pilpay scheint eine persiche Umgestaltung des indischen Vidyapriya (= Freund der Wissenschaft) zu sein, und dürfte somit mehr die Sache selber als eine historische Person bezeichnen.
Von jenem großen Sammelwerke Panchatantra ist der Hitopadesa (hita + upadesa, freundiche Unterweisung …) ein in Palibothra am Ganges zusammengestellter Auszug, der minder den Zweck der Erzählung, als den der Belehrung in’s Auge fasste, da die in die Fabeln eingeflochtenen Sprüche uralter Weisheit, die Moral der Geschichte, hier recht eigentlich Hauptsache sind.
Über die vielfachen Bearbeitungen dieser Sammlung in allen möglichen Sprachen Asien’s und Europa’s giebt das Brockhaus’sche Conv.-Lex. II. 666. recht ausführlichen Nachweis. In Deutschland wurde sie zum ersten Male durch Veranstaltung des würtembergischen Herzogs Eberhard im Bart im Jahre 1480 unter dem Titel „Buch der Byspel der alten Weisen“ bekannt, die damals nach einer lateinischen Übersetzung des Johannes von Capua gefertigt worden war, der wiederum di ehebräische Version des Rabbi Joel zu Grund gelegen hatte. Erst im Jahre 1844 gab Max Müller, Professor zu Oxford, die erste vollständige Übersetzung in deutscher Prosa heraus, und dabei könnte es nun sein Bewenden haben.
Die Natur des Buches aber bringt es mit sich, dass es, wie es da ist, einen grösseren Leserkreis sich kaum erworben haben dürfte. Abgesehen von dem Einschachtelungssystem der ersten Compilatoren, die eine Fabel in die andere schoben, so dass man den Hauptfaden und mit ihm die Geduld oft ganz verliert, so verlangt auch die Fabel eine naive metrische Behandlung, wenn sie Volkseigenthum werden soll.
Bei der grossen literarhistorischen Wichtigkeit dieser Fabeln, auf die so viele der unter den jüngeren Völkern eurisirenden zurückweisen, schien es mir der Mühe werth, einen solchen Versuch zu wagen.
Die ersten Proben meiner Übersetzungen, die ich – nebst Sanskrittext in lateinischer Umschrift – mehreren bedeutenden Journalen einsandte, wurden gern aufgenommen, und so fühlte ich mich ermuthigt, mit meinen Versuchen fortzufahren.
Hauptzweck war und blieb mir stets fast wörtliche Treue, weshalb ich auch hier den Sanskrittext in lateinischer Umschrift und möglichster Trennung der Wortgruppen Zeile für Zeile danebenstellte. Die oberflächlichste Vergleichung wird zeigen, wie weit mir das in vielen Fällen geglückt ist, was jedoch die nachhelfende Hand für die Zukunft nicht ausschliesst.

Frankfurt a.M., Mai 1868
Aug. Boltz

Dienstag, 9. November 2010

Die Grasmücke und der Kuckuck


E Kukmand aa den lile Fauel

Din nysle Ree, hvori De bitte smaae Ekk ligger, gier a saa gjen lie, te a vil forar Doe et stor Ekk a mie eien. Rug et kon godt ur, a foer den ung Fauel med Flauer aa. Mög, aa Do skal kon see, hvor stor den skal blyv.
Den lile Faul gör et.
De vaer it loeng, saa komm der en ung Fauel ur a e Ekk, men de var en Kukmand. Den slugt oll e Mög som die Gammel komm mæ, aa di anner smaae unger sek snar flet ingen. Da en bleuv störr smeer en dem saagar ur a e Ree, aa die dpe. Tesist slugt en aassaa di Gammel, som hay foret den.

Saadan gaaer et die smaae Fauel, som teier et kukmandsekk i doer Ree.


Die Grasmücke und der Kuckuck

»Was hast Du da für winzig kleine Eier in Deinem so niedlich gebauten Neste! Dieß gefällt mir so sehr, daß ich Dir ein großes Ei von meinen eigenen darin schenken möchte. Brüte es nur ja recht sorgfältig aus, und füttre dann den jungen Vogel treu mit Fliegen und Mücken: so sollst Du Freude beleben an seinem Wachsthum.
Die Grasmücke befolgte die Vorschrift. –
Es schlüpfte bald ein junger Vogel aus dem Ei; aber es war ein Kukkuk. Gierig ergriff er alle Insecten, welche die armen Pflegeältern dem Neste zutrugen, daß für ihre eigenen Jungen fast Nichts übrig blieb. Dann schob er diese gar ganz aus dem Neste, wo sie jämmerlich umkamen. Zuletzt ward er so gierig, daß er selbst die Pflegerin verschlang, welche ihn gutmüthig aufgefüttert hatte.
So geht es den Grasmücken, welche ein Kukkuskei in ihr Nest aufgenommen haben.

aus: Zwölf Fabeln
in den nordschleswigschen Mundarten
mit Uebersetzung in der Schriftsprache
Gesammelt von Dr. Gottlieb
Husum, 1844

Samstag, 20. Februar 2010

Ein solches Reden ist wahrhaft lautes Denken

Auch Lafontaine gibt, in seiner Fabel: les animaux malades de la peste, wo der Fuchs dem Löwen eine Apologie zu halten gezwungen ist, ohne zu wissen, wo er den Stoff dazu hernehmen soll, ein merkwürdiges Beispiel von einer allmählichen Verfertigung des Gedankens aus einem in der Not hingesetzten Anfang. Man kennt diese Fabel. Die Pest herrscht im Tierreich, der Löwe versammelt die Großen desselben, und eröffnet ihnen, daß dem Himmel, wenn er besänftigt werden solle, ein Opfer fallen müsse. Viel Sünder seien im Volke, der Tod des größesten müsse die übrigen vom Untergang retten. Sie möchten ihm daher ihre Vergehungen aufrichtig bekennen. Er, für sein Teil, gestehe, daß er, im Drange des Hungers, manchem Schafe den Garaus gemacht; auch dem Hunde, wenn er ihm zu nahe gekommen; ja, es sei ihm in leckerhaften Augenblicken zugestoßen, daß er den Schäfer gefressen. Wenn niemand sich größerer Schwachheiten sich schuldig gemacht habe, so sei er bereit zu sterben. »Sire«, sagt der Fuchs, der das Ungewitter von sich ableiten will, »Sie sind zu großmütig. Ihr edler Eifer führt Sie zu weit. Was ist es, ein Schaf erwürgen? Oder ein Hund, diese nichtswürdige Bestie? Und: quant au berger«, fährt er fort, denn dies ist der Hauptpunkt: »On peut dire«; obschon er noch nicht weiß, was? »qu'il méritoit tout mal«; auf gut Glück; und somit ist er verwickelt; »etant«; eine schlechte Phrase, die ihm aber Zeit verschafft: »de ces gens la«, nun erst findet er den Gedanken, der ihn aus der Not reißt: »qui sur les animaux se font un chimerique empire«. Und jetzt beweist er, daß der Esel, der blutdürstige! (der alle Kräuter auffrißt), das zweckmäßigste Opfer sei, worauf alle über ihn herfallen, und ihn zerreißen.

Ein solches Reden ist wahrhaft lautes Denken. Die Reihen der Vorstellungen und ihrer Bezeichnungen gehen nebeneinander fort, und die Gemütsakte, für eins und das andere, kongruieren. Die Sprache ist alsdann keine Fessel, etwa wie ein Hemmschuh an dem Rade des Geistes, sondern wie ein zweites mit ihm parallel fortlaufendes, Rad an seiner Achse.

Heinrich von Kleist
aus: Über die allmähliche Verfertigung
der Gedanken beim Reden

Montag, 30. November 2009

Who claims the fable …

I no man call an ape or ass;
‘This his own conscience holds the glass.
Thus void of all offence I write.
Who claims the fable, knows his right.

John Gay

Freitag, 24. April 2009

Die Eule und die Fledermaus


E Ogel aa e Flaggermus

»Hvorfor ve Do da aa olti hoold Dei te di Möss«, so e Ogel te e Flaggermus, »aa saadant olti kryff omkring i old e Kjolddergaef, do est jaa en Faul lisom vi, brugg kun Din Vinger te aa flöi op i e Luft ma, wenn ed blyver mörgt – lisom a; vi ar ja da begge Ratsauel.«
E Flaggermus kamm hen te e Ogel i e Mörkning, aa e Ogel sak en te aa flöi ma sei op i et stuurt Taarn, hvor en ho sin Riie.
Men e Mus kamm it tebag te sit Kjoddergaff.

Die Eule und die Fledermaus

»Warum willst Du Dich noch immer zu den elenden Mäusen halten?« sagte die Eule zur Fledermaus, »und, wie sie, in den Kellerlöchern herumwühlen. Du bist ja ein Vogel, so gut, wie wir. Gebrauche nur Deine Flügel, wie ich, zum nächtlichen Fluge, den wir zusammen in den freien Lüften machen wollen. Beide sind wir ja Nachtvögel.«
Die Fledermaus kam in der Dämmerung zur Eule geflogen; und diese brachte sie nach ihrem erhabenen Neste auf den Thurm, wo sie die weiteste Aussicht hatten.
Aber ich sah sie nachher nicht wieder in ihrem Kellerloche.

Fabel in nordschleswigscher Mundart
Übersetzung von Dr. Gottlieb
Husum 1844

Sonntag, 12. April 2009

A Little Fable

The other day, two good friends - a lawyer and a mathematician - happened to meet in a remote part of London, in front of a cheap book-shop. The stall outside the shop presented a row of novels, offered at half price.

Having exchanged the customary expressions of pleasure and surprise, and having made the necessary enquiries on the subject of wives and children, the two gentleman relapsed into a momentary silence. Perceiving in his friend signs of mental pre-occupation, the lawyer asked what he was thinking of. The mathematician answered, »I was looking back along the procession of small circumstances, which has led me from the starting-point of my own door to this unexpected meeting in the street.«

Hearing this, it occurred to the lawyer to look back, on his side. He also discovered that a procession of small circumstances had carried him, by devious ways, to the morsel of pavement on which he then stood. »Well,« he said, »and what do you make of it?«

»I have led a serious life,« the mathematician announced, »for forty years.«

»So have I,« the lawyer said.

»And I have just discovered,« the other continued, »that a man in the midst of reality is also, in this strange life of ours, a man in the midst of romance.«

The lawyer pondered a little on that reply. »And what does your discovery amount to?« he asked.

»Only to this. I have been to school; I have been to college; I am sixty years old - and my education is not complete. Good morning.«

They parted. As soon as the lawyer's back was turned, the mathematician retraced his steps to the book-shop - and bought a novel.

The lawyer looked round at that moment. A strong impression was produced on him. He walked back to his friend. »When you have done with that book,« he said, »lend it to me.«

Wilkie Collins
zu Lebzeiten unveröffentliches Schriftfragment,
zuerst von der »Wilkie Collins Society« im Juli 1996 veröffentlicht.

Eine deutsche Fassung gibt es hier

Donnerstag, 19. März 2009

The Moral Principle and the Material Interest

A Moral Principle met a Material Interest on a bridge wide enough for but one.
»Down, you base thing!« thundered the Moral Principle, »and let me pass over you!«
The Material Interest merely looked in the other's eyes without saying anything.
»Ah,« said the Moral Principle, hesitatingly, »let us draw lots to see which shall retire till the other has crossed.«
The Material Interest maintained an unbroken silence and an unwavering stare. »In order to avoid a conflict,« the Moral Principle resumed, somewhat uneasily, »I shall myself lie down and let you walk over me.«
Then the Material Interest found a tongue, and by a strange coincidence it was its own tongue.
»I don't think you are very good walking,« it said. »I am a little particular about what I have underfoot. Suppose you get off into the water.«
It occurred that way.


Ambrose Bierce

Dienstag, 24. Februar 2009

Marie de France

Marie de France wurde um 1135 in der Region Île-de-France geboren und starb um 1200. Sie ist die erste bekannte Autorin der französischsprachigen Literatur. Sie hatte eine gute Bildung und schrieb im anglonormannischen Dialekt für den englischen Hof von Heinrich II. Ihr bekanntestes Werk sind die Lais eine Sammlung von zwölf Versnovellen, die um 1170 entstanden sind. Darin werden Märchenmotive und Sagenstoffe verarbeitet, u.a. auch der Tristan und Isolde-Stoff. Die Novelle Bisclavret handelt von einem Werwolf, der sich nicht mehr in einen Menschen zurückverwandeln kann, weil seine Frau die Kleidung versteckt hat. Letztendlich kann er sich doch noch aus dieser Lage befreien und entpuppt sich als der eigentlich Gute in dieser Novelle. Außerdem schrieb Marie de France 102 Fabeln, die nach ihrer eigenen Anmerkung auf eine altenglische Vorlage fußt, die allerdings eine lateinische Übersetzung der Fabelsammlung des Aesops gewesen sein soll.

Horst-Dieter Radke

XXIV.
De cervo ad fontem

Issi avint qu’uns cers beveit
a une ewe, kar sei aveit,
Guarda dedenz, ses eornes vit.
A sei meismes a dune dit
que nule beste nel valeit
ne si beles cornes n’avelt.
Tant entendi a sei loër
e a ses cornes esguarder,
que il vit venir ehiens eurant
e lur mestre, ki vient eornant;
aprés lui viement, sil quereient,
pur eco que prendre le voleient.
El bois se met tuz esmaiez.
par ses eornes est atachiez,
en un buissun est retenuz.
Dune sunt li chien a lui venuz.
Quant il les vit si aprismier,
si se emenee a desraisnier.
‘Veirs est’, fet il, ‘que li huem dit
e par essample e par respit:
li plusur vuelent eco loër
qu’il deverient suvent blasmer,
e ico laissent qu’il devreient
forment loër, se il savelent.’

Samstag, 21. Februar 2009

The Fox and the Grapes


A Fox, seeing some sour grapes hanging within an inch of his nose, and being unwilling to admit that there was anything he would not eat, solemnly declared that they were out of his reach.

Äsop

Freitag, 20. Februar 2009

The All-Dog

A Lion seeing a Poodle fell into laughter at the
ridiculous spectacle.

»Who ever saw so small a beast?« he said.
»It is very true,« said the Poodle, with austere
dignity, »that I am small; but, sir, I beg to
observe that I am all dog.«

Ambroce Bierce (1842-1914)

Sonntag, 4. Januar 2009

The Northwind and the Sun


The North wind and the Sun disputed as to which was the most powerful, and agreed that he should be declared the victor who could first strip a wayfaring man of his clothes. The North Wind first tried his power and blew with all his might, but the keener his blasts, the closer the Traveler wrapped his cloak around him, until at last, resigning all hope of victory, the Wind called upon the Sun to see what he could do. The Sun suddenly shone out with all his warmth. The Traveler no sooner felt his genial rays than he took off one garment after another, and at last, fairly overcome with heat, undressed and bathed in a stream that lay in his path. Persuasion is better than Force.

George Fyler Townsend (nach Äsop)